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Chlorophyll

Chlorophyll ist der Name für das Blattpigment der Höheren Pflanzen und Grünalgen, das diesen die grüne Farbe verleiht und die Photosynthese ermöglicht. In den Pflanzen findet sich das Chlorophyll  in den Chloroplasen der Zellen. Das Chlorophyll der Höheren Pflanzen und Grünalgen ist kein einheitlicher Stoff, sondern ein Gemisch der Chlorophylle a und b, die durch Chromatographie voneinander getrennt werden können. Chlorophyll a ist blaugrün, Chlorophyll b ist gelbgrün gefärbt. Chlorophyll a findet sich im Blattgrün etwa dreimal häufiger als die Variante b, das ein Oxidationsprodukt von a darstellt.

„Go Green“ lautet ein Motto, wenn es heute um vollwertige Ernährung, insbesondere um die Versorgung mit einem wichtigen Nährstoff geht: Chlorophyll! Grün essen und trinken ist ein aktueller Trend, der uns gesund und vital erhalten soll. Chlorophyll wird vielfach als Wunder der Natur gefeiert, das einige Haupt- und verschiedene Nebeneffekte auf unser Wohlbefinden ausüben kann. Es soll uns nähren, schützen und sogar heilen können. Neuerdings widmet sich auch die Wissenschaft wieder verstärkt diesem besonderen Stoff, und zwar nicht nur einfach als „Pflanzenbestandteil“ sondern wegen seiner möglichen Bedeutung für unsere Gesundheit. Was hat es also mit Chlorophyll auf sich?

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

Folgende Eigenschaften unseres Kupfer-Chlorophyll-Komplexes gelöst in Sonnenblumenkern Öl sind besonders hervorzuheben:

  • Der Gehalt an Chlorophyll beträgt mindestens 18%.
  • Das Produkt ist löslich in Öl und organischen Lösemitteln.
  • Das Produkt ist unlöslich in Wasser.
  • Das Produkt ist ein zugelassener Lebensmittelfarbstoff: E 141 i.
  • Die CAS Nummer lautet 1406-65-1.
  • Das Produkt kann in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie verwendet werden.

Die Verpackung erfolgt in Kanistern zu je 5 kg, was auch der Mindestabnahmemenge entspricht.

Übersicht der Produktspezifikation

Produktbeschreibung

Kupfer-Chlorophyll-Komplex gelöst in Sonnenblumenkernöl

Anwendungsempfehlung

Lebensmittel

Lagerung

An einem sauberen, kühlen, dunklen und trockenen Ort

Mindesthaltbarkeit

2 Jahre bei sachgemäßer Lagerung

Ursprungsland

Spanien

Eine vollständige Übersicht inklusive Angaben zu weiteren Eigenschaften, mikrobiologische Angaben, Angaben zur Eignung für spezielle Ernährungsformen sowie zu enthaltenen Allergenen und Unverträglichkeiten finden Sie im Dokument zur Produktspezifikation.

Dokument zur Produktspezifikation

Detaillierte Nährwertangaben können auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden.

Chlorophyll: Was ist das überhaupt?

Chlorophyll ist ein grüner Pflanzenfarbstoff, es wird deshalb auch als „Blattgrün“ bezeichnet. Jeder kennt es ganz selbstverständlich von seinen Zimmerpflanzen oder als wunderbares Signal, dass der Frühling beginnt – die Natur erstrahlt in frischem Grün.

Chemisch betrachtet handelt es sich in etwa um das Gleiche, was wir beim Menschen als roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, kennen. Deshalb spricht man auch vom „grünen Blut“. Chlorophyll und Hämoglobin unterscheiden sich kaum. Der entscheidende Unterschied liegt lediglich in einem einzigen Molekül: Im Zentrum der chemischen Struktur befindet sich beim Chlorophyll ein Magnesium-Molekül, beim Hämoglobin ist es ein Eisen-Molekül.

Chlorophyll ist wichtig für die Photosynthese. Aus Kohlendioxid, Wasser und Lichtenergie wird mit Hilfe des Blattgrüns Sauerstoff und Glukose synthetisiert. Das versorgt uns mit Atemluft. Es gibt mehrere Typen von Chlorophyll, die sich untereinander allerdings nur geringfügig unterscheiden.

Wo ist Chlorophyll zu finden?

Vereinfacht kann man sagen: Chlorophyll steckt in allen Lebewesen, die grün sind. Das gilt vor allem für Pflanzen, Algen und bestimmte Photosynthese betreibende Bakterien. Das Vorkommen der unterschiedlichen Chlorophyllarten lässt sich so einteilen:

  • Chlorophyll a (blaugrün): in Cyanobakterien
  • Chlorophyll b (gelbgrün): in allen Landpflanzen, Grünalgen
  • Chlorophyll c (grün): in Braunalgen, Kieselalgen, Goldalgen, gelbgrünen Algen, Kalkalgen
  • Chlorophyll d: in Rotalgen
  • Chlorophyll f: in Cyanobakterien aus Sedimentgestein (auch „Algenkalke“ genannt)

Die Farbnuancen entstehen durch Lichtabsorption einerseits (grünes Licht wird durch die Zellen „durchgelassen“ und reflektiert) und andererseits durch Überdeckung mit anderen Farbstoffen, etwa Carotinoiden oder Anthocyanen. Im Herbst wird Blattgrün schneller abgebaut als Carotinoidfarbstoffe, und es kommt zur Buntfärbung des Waldes.

Was macht den hohen Gesundheitswert von Chlorophyll aus?

Je grüner, desto gesünder? Untersuchungen lassen das vermuten. Das Blattgrün unterstützt den Sauerstofftransport und hilft beim Aufbau neuer Blutzellen. Insbesondere ist Chlorophyll auch für seine entgiftende Wirkung bekannt. Im Tierversuch einer japanischen Studie konnte beispielsweise belegt werden, dass Dioxine unter Einnahme von Chlorophyll schneller ausgeschieden wurden. (1) Das Weizmann Institute of Science entwickelte auf Basis von Chlorophyll einen Wirkstoff zur Unterstützung der Photodynamischen Therapie bei bestimmten Krebsarten. (2)

Für zahlreiche, dem „grünen Blut“ zugeschriebene Wirkungen fehlen allerdings noch belastbare Studienergebnisse. Viele Wirkungen lassen sich aber ableiten. So wird dem sekundären Pflanzenstoff antioxidative und zellschützende Wirkung zugeschrieben, außerdem soll die Magnesium- und Eisenversorgung verbessert werden. Es wird zudem vermutet, dass auch Diabetes Typ 2 positiv beeinflusst werden könnte.

Chlorophyll-Präparate werden vor allem gegen Mund- und Körpergeruch verkauft. Das Blattgrün hat eine deutlich geruchshemmende Wirkung, da eiweißspaltende Enzyme beeinflusst und geruchsbildende Bakterien am Wachstum gehindert werden. Die genauen Wirkmechanismen sind allerdings noch unbekannt.

Erste Studien über das Chlorophyll sind übrigens dem deutschen Chemiker Richard Marin Willstätter (1872-1942) zu verdanken. Sein Forschungsschwerpunkt waren die Pflanzenfarbstoffe und ihre Chemie, vor allen das Blattgrün. Für seine Untersuchungen hierzu erhielt er 1915 den Nobelpreis für Chemie. Seine Forschungen wurden in den 1930er bis 1940er Jahren durch Hans Fischer und später durch die Chlorophyllsynthese von Robert B. Woodward (1960) wieder aufgegriffen und bestätigt.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Chlorophyll?

Es sind natürlich vor allem die kräftig grünen Lebensmittel, die sich durch einen hohen Chlorophyllgehalt hervor tun. Dazu zählen Gemüse wie Spinat, Broccoli, Mangold, Grünkohl, grüne Erbsen, außerdem Salat und Kräuter. Auch viele Wildarten sind gute Lieferanten (Brennnessel, Sauerampfer, Löwenzahn). Beim Obst sollte man insbesondere bei Kiwi zugreifen. Täglich ein grüner Smoothie, beispielsweise auf Avocado-Basis, ist perfekt.

Eine chlorophyllhaltige Kost hat darüber hinaus den Vorteil, dass viele weitere Vitalstoffe in den Nahrungsmitteln enthalten sind, die alle zusammen einen positiven Effekt auf die Gesundheit ausüben. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Ballaststoffe, hochwertige Fettsäuren, essentielle Aminosäuren und viele andere wichtige sekundäre Pflanzenstoffe.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, Chlorophyll aufzunehmen?

Nicht jeder isst regelmäßig und ausreichend sattgrünes Gemüse. Zur Anreicherung der Nahrung mit Chlorophyll sind deshalb Chlorophyll-Pulver oder andere Chlorophyll-Präparate wie flüssiges Chlorophyll, Tabletten oder Dragees gut geeignet. Das Pulver wird aus verschiedenen pflanzlichen Quellen und/oder Algen gewonnen. Algen sind echte Chlorophyllbomben, etwa die Grünalge Chlorella – kaum ein anderes Nahrungsergänzungsmittel ist so reich an Chlorophyll wie sie. Weizengras in Pulverform, Moringa-Pulver, Matcha (fein vermahlenes Grünteepulver) und verschiedene Algen-Präparate (wie erwähnt vor allem Chlorella, aber auch Spirulina oder AFA-Algen) tragen zur Versorgung mit Chlorophyll bei und sind oft Bestandteile (einzeln oder in unterschiedlichen Mischungen) von Chlorophyll-Präparaten.

Das Pulver kann sehr gut in Getränken, Joghurt, Desserts oder Gebäck „versteckt“ werden.

Gibt es Neben- und Wechselwirkungen?

Neben- und Wechselwirkungen von Chlorophyll sind nicht bekannt. Die Präparate können Empfindlichkeitsreaktionen hervorrufen – wie jedes pflanzliche Produkt. Eine eventuelle leichte Grünfärbung des Stuhls ist unbedenklich.

Schwangere, Stillende sowie Kinder unter zwölf Jahre sollten kein Chlorophyll-Präparat zu sich nehmen, da hierzu bisher aussagekräftige Daten fehlen.

Fazit

Chlorophyll ist ein natürlicher Bestandteil unserer Lebensmittel. Kräftig grüne pflanzliche Nahrungsmittel sind voll davon. Als Nahrungsergänzungsmittel kann es darüber hinaus eingesetzt werden, wenn die Ernährung nicht hinreichend frische Kost enthält oder ein Mehrbedarf entstanden ist. In Pulverform kann es viele Gerichte ergänzen, oder es wird einfach in Flüssigkeit eingerührt bzw. in Tablettenform aufgenommen. Chlorophyll gilt als vitalisierend und allgemeinen gesundheitsfördernd. Es wird in Drageeform vor allem gegen Mundgeruch eingesetzt.

Quellen:

(1) K. Morita et al.: Chlorophyll derived from Chlorella inhibits dioxin absorption from the gastrointestinal tract and accelerates dioxin excretion in rats. 2001
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11962722

(2) Mit Chlorophyll gegen Krebs. 1998
www.spektrum.de/news/mit-chlorophyll-gegen-krebs/340393