Chlorophyllin

Es hat einen guten Grund, warum sich in dem Wort Chlorophyllin auch das Wort Chlorophyll befindet. Denn die beiden Stoffe sind eng miteinander verwandt. Ohne Chlorophyll gibt es kein Chlorophyllin. Obwohl Letzteres bereits seit den 1940er-Jahren zu diversen Therapiezwecken genutzt wurde, ist es sogar heute noch recht unbekannt. Dabei befindet sich Chlorophyllin in vielen Produkten, denen wir täglich begegnen. Der folgende Artikel beleuchtet den Stoff genauer und erklärt, warum er so gesund ist.

Chlorophyllin kann bei Darmkrebs effektiver sein als Chemotherapie

In einer Studie, die in dem sogenannten International Journal of Cancer veröffentlicht wurde, wurde Chlorophyllin genauer untersucht. Es konnte herausgefunden werden, dass der Stoff Darmkrebszellen zehn Mal besser abtöten kann als beispielsweise das chemotherapeutische Medikament Hydroxyurea. Chlorophyllin ist in der Lage die Aktivität der schädlichen Enzyme fast komplett zu stoppen. Dadurch können sich die Krebszellen nicht weiter entwickeln. Allein das ist bereits ein Grund dafür, den Stoff häufiger als Alternative zur Chemotherapie einzusetzen.

In welchem Zusammenhang stehen Chlorophyllin und Chlorohphyll?

Chlorophyll ist ein sogenannter sekundärer Pflanzenstoff, der den Pflanzen die grüne Farbe verleiht. Seine chemische Struktur ist ähnlich wie die des roten Farbstoffes in unserem Blut, der Hämoglobin genannt wird. Chlorophyllin steht mit Chlorophyll in einer sogenannten Synthese. Das heißt, dass die beiden Stoffe auf eine bestimmte Weise miteinander verbunden sind. Chlorophyllin entsteht am Ende des Syntheseprozesses als wasserlösliche Variante des Blattgrüns. Es kann vielfältig genutzt und weiterverarbeitet werden.

Worin ist Chlorophyllin enthalten?

Chlorophyllin wird zu unterschiedlichsten Präparaten verarbeitet. Unter anderem wird es auch als Geruchsbinder, als Bestandteil von Deodorants und als Haut-Pflegeprodukt genutzt. Erstere werden zum Beispiel in Seife, in Getränken oder in Dragees benötigt. Zudem befindet sich Chlorophyllin auch in zahlreichen anderen kosmetischen Präparaten. Unter anderem wird der Stoff in Salben genutzt, um die Wundheilung zu beschleunigen. Des Weiteren wird Chlorophyllin auch häufig zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet.

Sind Nebenwirkungen bekannt?

Für die Einnahme von Chlorophyllin gibt es keine Verzehrbeschränkung. Denn bislang sind noch keine Nebenwirkungen bekannt. Das ist der große Vorteil gegenüber chemischen Produkten, bei denen genau auf die empfohlene Menge geachtet werden muss. Wenn Chlorophyllin oral eingenommen wird, können sich der Urin und der Stuhl leicht grünlich verfärben. In Einzelfällen wirkt die Zunge etwas gelblich oder dunkler als gewohnt. Diese Erscheinungen sind jedoch harmlos und ganz normal. Wird der Stoff äußerlich angewendet, kann in Einzelfällen ein leichtes Jucken und Brennen auftreten. Da es noch keine aussagekräftigen Untersuchungen gibt, sollten schwangere und stillende Frauen vorsichtshalber keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, in denen sich Chlorophyllin beziehungsweise Chlorophyll befindet.