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Ginkgo Extrakt / Ginkgo Biloba

Ginkgo gilt als Überlebender der Eiszeit, den es schon vor 250 Millionen Jahren gab. Als lebendes Fossil trägt er so schmückende Namen wie Weltenbaum, Tempelbaum oder Fächerblattbaum. Seine schöne Blattform wird gerne zu Schmuckstücken verarbeitet.

In Japan gilt der Ginkgobaum als Kraftort, in China symbolisiert sein zweigeteiltes Blatt die Prinzipien Ying und Yang. Er steht für Freundschaft, Hoffnung, Fruchtbarkeit, Unbesiegbarkeit und ein langes Leben. In Weimar ist ihm ein Museum gewidmet, und Goethe adelte ihn mit einem Gedicht. Vor allem aber gelten der Ginkgo und der Ginkgo Extrakt als hochwirksame Heilpflanze bzw. als potentes Heilmittel.

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

Folgende Eigenschaften unseres Ginkgo Extrakts sind besonders hervorzuheben:

  • Es handelt sich zu 100% um getrocknete Blätter.
  • Es werden keine Streckungsmittel verwendet.
  • Der Gehalt an natürlichen Flavonoiden, Bilobalide und Ginkgolide ist besonders hoch.
  • Das Extrakt kann für Mensch und Tier verwendet werden.

 Die Mindestabnahme beträgt 25 kg.

Übersicht der Produktspezifikation

Produktbeschreibung

Botanischer Name: Ginkgo biloba

Anwendungsempfehlung

Nahrungsergänzung

Lagerung

An einem sauberen, kühlen, dunklen und trockenen Ort

Mindesthaltbarkeit

3 Jahre im ungeöffneten Originalgebinde

Ursprungsland

China

Eine vollständige Übersicht inklusive Angaben zu weiteren Eigenschaften, mikrobiologische Angaben, Angaben zur Eignung für spezielle Ernährungsformen sowie zu enthaltenen Allergenen und Unverträglichkeiten finden Sie im Dokument zur Produktspezifikation.

Auszug aus einem Analysezertifikat

Parameter

Spezifikation

Ergebnis

Total Flavonoide

min. 24,0 %

auf Anfrage

Terpen Lactone (HPLC)

min. 6,0 %

auf Anfrage

Ginkgolsäure (HPLC)

max. 5 ppm

auf Anfrage

Trocknungsverlust

max. 3,0 %

auf Anfrage

Blei (Pb)

max. 0,5 ppm

entspricht

Cadmium (Cd)

max. 0,1 ppm

entspricht

Quecksilber (Hg)

max. 0,1 ppm

entspricht

Arsen (As)

max. 0,5 ppm

entspricht

Zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen hinsichtlich Produkteigenschaften wie bspw. Teilchengröße und Schüttdichte finden Sie auf Anfrage.
Die Angaben zu Schwermetallen und der Mikrobiologie orientieren sich an EU-Verordnungen und sind zwingend erforderlich, da andernfalls die Ware in der EU nicht verkehrsfähig wäre.

Ginkgo und seine Reise um die Welt

Die Ginkgopflanze (lateinisch: Ginkgo biloba), um die sich zahlreiche Mythen ranken, wird in China schon 2800 vor Christus im „Handbuch der Barfußmedizin“ beschrieben. In China ist auch seine botanische Heimat anzusiedeln. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wurden überwiegend Wurzeln und Samen, aber auch Rinde und Blätter gegen allerlei Beschwerden verabreicht. In Japan wächst der Ginkgo seit dem 11. Jahrhundert, und auch dort wurde er schnell zum Naturheilmittel. Der deutsche Arzt Engelbert Kaempfer lernte die interessante Heilpflanze Ende des 17. Jahrhunderts in Japan kennen, doch erst im 18. Jahrhundert kam der Ginkgo auch in unsere Regionen. Hier wurde er allerdings mehr als 200 Jahre als reine Zierpflanze kultiviert. Seine Bedeutung als medizinisch nutzbare Heilpflanze wurde erst um das Jahr 1960 deutlich, als eine Arzneimittelfirma begann, den trockenen Ginkgo Extrakt der Blätter zu erforschen und einige Jahre später die Registrierung eines Spezialextraktes erwirkte. Die Heilpflanze war in Deutschland angekommen.

Die Pflanze „Ginkgo biloba“

Ginkgo biloba gehört zu den Ginkgogewächsen (Ginkgoaceae) und ist ein Baum, der zwischen 30 und 40 Metern hoch und über 1000 Jahre alt werden kann. Obwohl er aussieht wie ein Laubbaum, ist er in Wirklichkeit ein Nadelgehölz. Seine unverwechselbaren, intensiv grünen zweilappigen Blätter, die ihm auch die Bezeichnung „Fächerblattbaum“ einbrachten, verfärben sich im Herbst goldgelb und werden abgeworfen. Von Mai bis Juni blüht der Ginkgo, und da es weibliche und männliche Bäume gibt, bestäuben sie sich gegenseitig mit Hilfe des Windes. Das wird als „diözisch“, also getrennt geschlechtlich, bezeichnet. Aus den Blüten entstehen im Herbst die langstieligen, mirabellenartigen Früchte mit einem nussartigen Kern, dem Samen. Diese Samen enthalten Buttersäure, und wenn die Früchte altern, entströmt ihnen daher ein penetranter Gestank. In Südostasien werden die Samen geröstet und als Delikatesse verspeist. Von medizinischer Relevanz sind aber vor allem die Blätter des Ginkgos und deren Inhaltsstoffe, die in den erhältlichen Extrakten natürlich in höherer Konzentration anzufinden sind.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen

Drei Wirkstoffgruppen bestimmen die therapeutische Wirkung des Ginkgo: Ginkgolide, Bilobalide und Flavonoide.

Sowohl Ginkgolide als auch Bilobalide zählen zur großen Gruppe der Terpene, sie sind demnach miteinander verwandt. Terpene werden in der Pharmakologie als Arzneistoffe verwendet, sie werden auch in kosmetischen Produkten und als Insektizide und Pestizide eingesetzt. Da sie so vielfältig sind, kann keine allgemeingültige Aussage über ihre Wirkungen gemacht werden. Den Sesquiterpenen, zu denen die Bilobalide zählen, werden antimikrobielle, antiphlogistische (entzündungshemmende), antineoplastische (Tumorwachstum hemmend) und antiarthritische Wirkungen zugesprochen. Allgemein wirken Terpene als Geruchs- und Farbstoffe zellschützend. Ginkgolid und Bilobalid werden starke durchblutungsfördernde Eigenschaften nachgesagt.

Flavonoide, zu denen im Falle des Ginkgos unter anderem Quercetin und Kämpferol gehören, zählen zu den effektiven Antioxidantien. Sie wirken der Bildung von Ablagerungen an den Zellwänden entgegen. Außerdem sollen sie die Abwehrkräfte stärken sowie antibakteriell und antiviral wirken können.

Die Gesundheitsrelevanz von Ginkgo besteht darin, dass alle drei Schlüsselsubstanzen in ganz besonderer  Weise zusammen wirken. Es ist also das Substanzgemisch, dass mit seinen Synergieeffekten dazu führt, dass Ginkgo-Präparate heute als wirksame Hilfsmittel vor allem bei den Erkrankungen zählen, die auf schlechter Durchblutung und schädlichen Zellablagerungen basieren.

Anwendungsgebiete von Ginkgo biloba

Laut Monographie der Kommission E des BGA/BfArM wird dem Trockenextrakt der Ginkgo-Blätter nachweisliche Wirkung bei hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, dementiellen Syndromen, außerdem bei arterieller Verschlusskrankheit zur Verbesserung des Gehvermögens sowie bei Schwindel und Tinnitus zugesprochen. (1) Diese Wirkungen gelten als gesichert. Laut Kommission D werden homöopathische Zubereitungen auch bei Kopfschmerzen, Mandelentzündungen und Schreibkrämpfen eingesetzt. (2)

Das sind auch die klassischen Einsatzgebiete, die im Zusammenhang mit Ginkgo biloba Präparaten allgemein genannt werden. Auch Asthma, Durchblutungsstörungen, Potenzstörungen, Arteriosklerose zählen zu den Gesundheitsproblemen, bei denen dem Ginkgo-Extrakt Wirkung zugesprochen werden. Zahlreiche Studien haben sich inzwischen – mit teilweise recht unterschiedlichen Ergebnissen – mit dem Phänomen Ginkgo befasst. Haupteinsatzgebiet ist jedoch die Behandlung von Durchblutungsstörungen und damit zusammenhängend die Steigerung der Gedächtnisleistung und der Konzentrationsfähigkeit. Eine positive Einflussnahme in diesen Bereichen wird immer wieder auch Maca Bio zugeschrieben.

Darreichungsformen und Dosierung von Ginkgo

Die Wirkstoffe des Ginkgos stecken, ebenso wie bei Moringa, vor allem in den Blättern, die zu Trockenextrakt verarbeitet werden. Darreichungsformen sind Kapseln, Tabletten, Dragees, Pulver, Tropfen, Tinkturen und Säfte. Alle Präparate müssen Angaben über den Wirkstoffgehalt haben, da die Dosierung je nach Einsatzgebiet variiert. Arzt und Apotheker helfen bei der Entscheidung, wie die Dosis auf die individuellen Beschwerden abzustimmen ist. Eine Tagesdosis von 120 mg bis 160 mg in mehreren Einzeldosen ist der Normalfall, bei Demenz kann bis zu 240 mg gesteigert werden.

Neben den genannten Darreichungsformen ist auch Ginkgo Tee im Handel. Da die wichtigen Wirkstoffe wasserlöslich sind, scheint die Anwendung naheliegend. Der Tee schmeckt leicht bitter, kann mit Honig, Ahornsirup oder anderen Teesorten vermischt aber geschmacklich aufgewertet werden. Zu beachten ist hierbei allerdings: Ginkgo Tee kann einen hohen Gehalt an Ginkgolsäuren aufweisen, die allergenes Potenzial besitzen. Es ist deshalb unbedingt auf beste Qualität zu achten. Pharmazeutische Zubereitungen begrenzen den Ginkgolsäuregehalt.

Zu beachten bei der Anwendung: Die Wirkung von Ginkgo-Präparaten setzt erst nach mehrwöchiger Einnahme ein.

Warnhinweise & Nebenwirkungen

Ginkgo kann in seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder Sodbrennen verursachen. Wie bei allen pflanzlichen Heilmitteln können Allergien oder Unverträglichkeiten auftreten. Da keine hinreichenden Erkenntnisse vorliegen, sollten Schwangere und Stillende von der Verwendung von Ginkgo absehen.

Wichtig: Ginkgo sollte niemals zusammen mit blutverdünnenden oder gerinnungshemmenden Medikamenten eingenommen werden, da deren Wirkungen verstärkt werden können. Auch vor Operationen sollen keine Ginkgo-Präparate verwendet werden.

Fazit

Ginkgo biloba ist ein frei verkäufliches pflanzliches Arzneimittel, das insbesondere gegen nachlassende Gedächtnisleistung sowie zur Förderung der Durchblutung eingesetzt wird. Der von der Kommission E positiv bewertete standardisierte Trockenextrakt aus Ginkgo biloba Blättern kann auf Grund einer Stellungnahme des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit) bei Demenz auch ärztlich verordnet werden. Weitere Einsatzgebiete von Ginkgo Extrakt sind Gegenstand wissenschaftlicher Studien, die bisher aber kein einheitliches Ergebnis zeigen.

Quellen:

(1) Erscheinungsdatum Bundesanzeiger: 19.7.1994., Heftnummer: 133., ATC-Code: N07XF. Monographie BGA/BfArM (Kommission E)

Bundesanzeiger Nr. 217a vom 22.11.1985. Monographie BGA/BfArM (Kommission D)