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Ginseng-Wurzelabschnitte

Die Ginseng-Wurzel ist in ihren Herkunftsregionen Korea, China und Japan eine Art Allheilmittel bei Krankheiten fast aller Art. In der westlichen Schulmedizin gilt sie als stärkendes Mittel für das Immunsystem und zur Rekonvaleszenz. Wegen der besonderen Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe entfaltet sie adaptogene Wirkungen und kann in ihren verschiedenen Darreichungsformen ausgleichend auf die Gesundheit einwirken. Ginseng-Wurzelabschnitte sind eine dieser Darreichungsformen. Sie können selbst wiederum auf vielfältige Art verwendet werden.

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

Die in Europa erhältlichen Ginseng Wurzeln stammen überwiegend aus der Volksrepublik China oder aus Korea. Aufgrund des langsamen Wachstums der Pflanze (sie blüht das erste Mal nach ca. 3 bis 4 Jahren) sind die Wurzeln und andere Bestandteile der Pflanze nur gegen einen entsprechenden Preis erhältlich. Insbesondere größere, ältere Wurzeln mit einem hohen Ginsenosiden-Gehalt sind oftmals recht teuer.

Folgende Qualitäten sind bei uns erhältlich:

Die Ginseng-Wurzel und ihre Wurzelabschnitte

Ginseng (botanisch: Panax ginseng ) zählt zu den Efeugewächsen, hat langstielige, geteilte Blätter und blüht unscheinbar gelblich-weiß. Aus schönen roten Früchten entwickeln sich ab dem vierten Jahr die Samen. Der oberirdische Teil der Pflanze wird allerdings oft vernachlässigt, denn vor allem der Ginseng-Wurzel werden die medizinisch gewünschten Wirkungen zugeschrieben. Diese Wurzel, die in der Gestalt ein wenig an einen kleinen Menschen erinnert und deshalb in China den Namen „Menschenwurzel“ trägt, wird nach vier oder sechs Jahren Wachstum geerntet. In ihren Herkunftsländern wird sie frisch als Gemüse verwendet, hierzulande ist nur die getrocknete Ware erhältlich.

Der erste Verarbeitungsschritt ist das Trocknen der Wurzel direkt nach der Ernte, um anschließend die Ginseng-Wurzelabschnitte daraus zu gewinnen. Dabei werden zwei Verfahren unterschieden: Für den so genannten „Weißen Ginseng“ werden die Wurzeln ohne weitere Einflussnahme der Sonne ausgesetzt, bis sie trocken sind. Sie behalten dabei die natürliche weiße Färbung. Hierfür werden die vier Jahre alten Wurzeln verwendet. Um den „Roten Ginseng“ zu gewinnen, nimmt man sechs Jahre alte Wurzeln. Diese werden vor der Trocknung gedämpft, der darin enthaltene Zucker karamellisiert und die Wurzel färbt sich rot. Dieser Vorgang sorgt für längere Haltbarkeit. Das um zwei Jahre längere Wachstum der Wurzel ist der Tatsache geschuldet, dass beim Dämpfen verloren gehende Wirkstoffe damit ausgeglichen werden sollen. Wegen der aufwendigeren Verarbeitung ist Roter Ginseng meist teurer als Weißer Ginseng, beide sind aber in ihrer Wirkung gleichwertig.

Nach dem Trocknungsvorgang wird die Wurzel in kleine Stücke geschnitten – die Ginseng-Wurzelabschnitte. Diese können nun entweder sofort verwendet oder aber weiter verarbeitet werden.

Wie Ginseng-Wurzelabschnitte wirken und verwendet werden

Die mehr als 150 bisher isolierten Inhaltsstoffe des Ginseng (vor allem die Ginsenoside, dazu ätherische Öle, Peptide, Phenole, Aminosäuren, Fettsäuren, außerdem viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) wirken als Adaptogen. Das heißt: Der Körper wird in die Lage versetzt, besser mit Erkrankungen und Stresssituationen umzugehen und sich einer Gefährdung seiner Gesundheit zu erwehren. Deshalb gilt Ginseng allgemein als Stärkungsmittel für Körper und Geist.

Eine gängige Möglichkeit, das pflanzliche Arzneimittel zu verwenden, ist ein Teeaufguss aus Ginseng-Wurzelabschnitten. Diese traditionelle Anwendungsweise ist typisch in der Traditionellen Chinesischen und Koreanischen Medizin (TCM und TKM). Dafür werden 3 Gramm Wurzelabschnitte mit 150 ml Wasser (kochend) übergossen und nach einer Ziehzeit von 5-10 Minuten abgeseiht. Über 3-4 Wochen täglich drei Tassen dieses Tees gelten als stärkend und kräftigend. In der TCM werden stärkere Abkochungen verwendet, die dann anderen Arzneien zugegeben werden – diese Einnahmeformen sind allerdings den entsprechenden Fachleuten vorbehalten, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Kleine Wurzelabschnitte können auch in der Küche als Gewürz eingesetzt werden. Sie werden einfach über das Essen gestreut.

Neben der direkten Verwendung dienen Ginseng-Wurzelabschnitte auch der Weiterverarbeitung zu Ginseng Pulver (fein vermahlene Wurzelstücke), zu Extrakt oder zu Tonikum.

Was ist bei der Verwendung der Ginseng-Wurzelabschnitte zu beachten?

Wie bei vielen natürlichen Arzneien setzt die Wirkung von Ginseng erst nach mehrwöchiger Verwendung ein. Dabei sollte man sich nach der vorgegebenen Dosierungsempfehlung richten. Ein übermäßiger Konsum von Ginseng kann Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Durchfall, im Extremfall sogar Schwindel oder Hautausschläge verursachen. Für die Wirkung in Schwangerschaft und Stillzeit liegen bisher keine hinreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor, daher sollte in dieser Zeit auf die Verwendung verzichtet werden. Wegen der blutverdünnenden Wirkung und des starken Einflusses auf das Immunsystem ist in bestimmten Fällen eine Rücksprache mit dem Arzt notwendig (z. B. bei Autoimmunerkrankung, vor Operationen usw.).

Fazit

Ginseng-Wurzelabschnitte sind eine Form der Verwendung der Ginseng-Wurzel, die von der HMPC und der Kommission E/ESCOP als traditionelles Arzneimittel zur „Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz“ anerkannt ist.