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Kombucha gesund

Je nach Quelle scheiden sich die Geister an der Frage, wie gesund Kombucha eigentlich ist, ob es einfach ein leckeres Erfrischungsgetränk ist oder sogar heilende Wirkungen besitzt. Während die westliche Welt natürlichen Gesundmachern lange Zeit eher skeptisch gegenüber stand und vor allem auf die wissenschaftlich untermauerten Ergebnisse medizinischer Studien baute, haben Asien und der Orient schon immer einen guten Zugang zu Naturheilmitteln und ihrer Verwendung.

Doch so langsam wendet sich die Stimmung und auch hierzulande wird verstärkt auf alternative Mittel zur Gesundheitsförderung gesetzt. Welche Rolle kann Kombucha in diesem Zusammenhang spielen?

Ist Kombucha gesund? Das sagt die asiatische Naturmedizin

In Asien schwören die Menschen bereits seit Jahrtausenden auf die gesundheitlichen Vorzüge von Kombucha-Tee. Er wird sogar als „Lebenselixier“ und Heilmittel für eine Vielzahl von Erkrankungen bezeichnet. In China war das regelmäßige Trinken von Kombucha assoziiert mit einem langen, gesunden und vitalen Leben. In der Tat nimmt jeder, der Kombucha trinkt, eine breite Palette bioaktiver Substanzen zu sich. Sowohl die Polyphenole und Catechine im grünen Tee als auch die probiotischen Bakterien und Pilze, die durch den Fermentierungsvorgang entstehen, haben eine Wirkung auf den Organismus. Die sich bildende Essigsäure hat antibakterielle Eigenschaften.

Insgesamt werden dem Getränk in der Naturheilkunde positive Einflüsse auf die Verdauung, das Immunsystem, den Glucosestoffwechsel und damit das Diabetesrisiko, den Cholesterinspiegel und damit die Herzgesundheit, Lebererkrankungen und manches mehr zugeschrieben. Wissenschaftlich erwiesen sind diese Aussagen zumeist nicht, sie entstammen der Erfahrungsmedizin und traditionellen Anwendung. Klar ist aber, dass Kombucha alle gesunden Eigenschaften von grünem und schwarzem Tee besitzt und darüber hinaus die positiven Gesundheitswirkungen probiotischer Kulturen mitbringt.

Kombucha hier und heute

Auch in den westlichen Regionen ist Kombucha schon lange bekannt. Aber erst in den letzten Jahren macht das Getränk wieder Furore als gesunder Kultdrink. Als fernöstliches Rezept für körperliche und geistige Fitness bis ins hohe Alter wird es als fertiges Produkt oder zur Herstellung mittels Kombucha-Pilz in der eigenen Küche angepriesen. Die Schulmedizin erkennt die gesundheitlichen Nutzen nur bedingt an. Eine Studie aus dem Jahr 2008 hat jedoch ergeben, dass Kombucha eine verdauungsfördernde Wirkung besitzt, eine gesunde Darmflora unterstützt und das Immunsystem stärkt. Auch ein gewisser Leberschutz konnte ermittelt werden. Das berichtet das Journal of the Balkan Union of Oncology.

Kritikpunkt ist stets, dass Kombucha einen gewissen Alkoholgehalt besitzt. Daher ist es in großen Mengen und für bestimmte Menschengruppen weniger geeignet (insbesondere Kinder, Schwangere und Stillende, trockene Alkoholiker). Auch der relativ hohe Zuckerzusatz muss berücksichtigt werden.

Fazit

Ist Kombucha gesund? Diese Frage lässt sich mit "JA" beantworten, wenn man den fermentierten Tee als leckeres Erfrischungsgetränk mit zusätzlichem Gesundheitswert betrachtet und in angemessener Menge konsumiert. Ob es tatsächlich ein Heilmittel ist, wie es in Asien gesehen wird, kann bisher nicht beantwortet werden, da hierzu die wissenschaftlichen Studien fehlen.