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Kombucha Pilz

Der Kombucha-Pilz macht aus einem einfachen Tee mit Zucker das, was als gesundes Kombucha-Getränk bekannt und geschätzt ist. Der auch als Kombucha-Teepilz, einfach nur Teepilz oder SCOBY bekannte Gärpilz verwandelt den Basistee in ein erfrischendes Fitnessgetränk und kann dabei ziemlich alt werden – wenn er gut gepflegt wird.

Ein kleiner Steckbrief des Kombucha-Pilzes

Eine Schönheit ist er nicht: Der Kombucha-Pilz ähnelt eher einem dicken, glatten und leicht schwabbeligen Pfannkuchen als der Pracht eines Waldpilzes. Die runde, beigebraune oder rosafarbene Scheibe hat mit den Wesen des Waldes, die oft als köstliche Beilage auf unserem Teller landen, auch nichts gemein. Gemeinsam ist ihnen allerdings, dass sie auf organischem Material leben, im Falle des Kombucha-Pilzes auf einer Zucker-Tee-Lösung. Davon ernährt sich der Pilz, weshalb er stetig weiter wächst und irgendwann eine Größe erreicht, die eine Teilung nötig macht. Das sollte niemals mit einem Metallmesser erfolgen, da der Kontakt mit Metall den Pilz unbrauchbar macht. Hier bietet sich ein Plastikmesser an. Dann kann der neu entstandene Kombucha-Pilz in einem zweiten Gärgefäß angesetzt oder in etwas Starterflüssigkeit an Freunde verschenkt werden.

Woraus der Kombucha-Pilz besteht und was er bewirkt

Der Kombucha-Pilz besteht aus einer Symbiose verschiedener Bakterienstämme (Mikroben) und gesundheitlich wertvoller Hefen. Dieser Zusammenschluss von vielfältigen Mikroorganismen bewirkt biochemische Reaktionen in der Tee-Zucker-Mischung, die zu einer Fermentierung des Getränkes führen und gesunde Säuren, Enzyme und Vitamine bilden. Es entsteht ein recht säuerliches, aber im Organismus basisch wirkendes Getränk. Das für den Teeaufguss verwendete Wasser (hart, weich), die Gärdauer, die verwendete Zuckerart (Haushaltszucker, Rohrzucker usw.), die Zuckermenge und natürlich die Teesorte bestimmen am Ende die Qualität, die enthaltenen Wirkstoffe und Wirkung des fertigen Getränkes. Neben der basischen Wirkung, die in der Ernährung zu einem ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt beitragen kann, gilt auch ein positiver Effekt auf die Verdauung als gesichert. Einige dieser Eigenschaften macht man sich auch bei der Verwendung von Kombucha Trockenkonzentrat zu Nutze.

Kauf, Handhabung und Pflege

Ein Kombucha-Pilz kann problemlos bei darauf spezialisierten Händlern, beispielsweise online, bezogen werden. Wichtig ist, dass ausreichend Starterflüssigkeit in einem gut verschlossenen Gefäß mit geliefert wird. Diese Starterflüssigkeit schützt den Pilz vor Austrocknung und wird für den ersten Ansatz gebraucht. Ein gesunder Kombucha-Pilz riecht neutral bis leicht säuerlich. Er weist eine gallertartige Konsistent auf. Riecht der Pilz muffig, wird er schwammig oder zieht er Fäden, dann ist er verdorben und muss entsorgt werden. Schimmelbildung ist ein Zeichen mangelnder Hygiene, auch dann ist der Pilz natürlich unbrauchbar. Deshalb ist es wichtig, stets mit sehr sauberen Händen und Geräten zu arbeiten. Rauch (vor allem Zigarettenrauch) verträgt der Kombucha-Pilz auf keinen Fall. Nach jedem Ansatz muss der Pilz gründlich mit lauwarmem Wasser (heißes Wasser mag er nicht!) gespült werden, ehe er wieder in einen neuen Teeansatz gegeben wird. Wird er nicht sofort neu angesetzt, etwa wenn ein Urlaub ansteht, kann der Kombucha-Pilz in Ansatzflüssigkeit im Kühlschwank etwa drei Wochen aufbewahrt werden. Dauert diese Phase zu lange, bildet der Pilz einen Kombucha-Essig aus.

Fazit

Mit einem Kombucha-Pilz kann bei guter Pflege über eine lange Zeit hinweg ein gesundes, leicht alkoholhaltiges Erfrischungsgetränk hergestellt werden. Beim Kauf des Pilzes ist auf gute Qualität und einen sicheren Versand zu achten. Für Anfänger bietet sich ein Starterset mit Pilz sowie allen benötigten weiteren Materialien einschließlich einer ausführlichen Anleitung an.