item

Kombucha Wirkung

Kombucha ist vergorener Tee. Er entsteht mit Hilfe des Kombucha-Pilzes, einer Symbiose aus vielen verschiedenen Hefe- und Bakterienarten. Schon vor langer Zeit entdeckten die Menschen in Asien seine vitalisierende und erfrischende Wirkung. In seiner Heimat gilt Kombucha sogar als Heilmittel bei diversen Erkrankungen. Hierzulande ist Kombucha als Erfrischungsgetränk eingestuft. Wirkungen sind durch seinen Genuss aber trotzdem zu erwarten. Darüber hinaus ist bei uns auch Kombucha Trockenkonzentrat - das gefriergetrocknete Konzentrat des Getränks erhältlich.

Kombucha – Inhaltsstoffe mit Wirkung

Grüner, schwarzer oder Kräutertee werden mit einem Kombucha-Gärpilz angesetzt, und nach etwa 10 bis 12 Tagen entsteht ein erfrischendes Getränk, das auch noch gesund sein soll. Da Kombucha als Lebensmittel gilt, dürfen Gesundheitsaussagen nicht gemacht werden. Man kann jedoch erläutern, welche Inhaltsstoffe welche Wirkungen besitzen. Und man kann berichten, wie Kombucha in seinen Heimatregionen teilweise noch heute eingesetzt wird.

In Kombucha sind Bakterien- und Hefestämme enthalten, die verschiedene Säuren produzieren. Darunter die für zahlreiche Vorgänge unerlässliche Folsäure. Wichtige Mineralien und Spurenelemente kommen hinzu: Magnesium für den Energiestoffwechsel und zur Regulierung des Hormonhaushalts, Eisen für Sauerstofftransport und Blutbildung, Kalzium für Knochen und Zähne, Zink zur Stärkung des Immunsystems und viele mehr. Auch alle B-Vitamine, die so wichtig für unsere Nerven und Botenstoffe sowie den Energiestoffwechsel sind, sind enthalten. Zudem die Vitamine C, D, E und K. Damit ist ein breites Spektrum wichtiger Vitalstoffe abgedeckt. Hinzu kommen essentielle Aminosäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann.

Traditionell wird Kombucha bei Magen-Darm-Problemen, Rheuma und Gicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unreiner Haut (auch äußerlich eingesetzt), zur Blutreinigung und manch anderen Erkrankungen eingesetzt. Wissenschaftlich erwiesen sind die entsprechenden Heilwirkungen allerdings nicht.

Merke aber: Die Wirkungen, die der Basistee mit seinen Inhaltsstoffen auf den Organismus besitzt, bleiben im fertigen Gärgetränk erhalten. Die positiven Effekte der Bakterien- und Hefekulturen kommen noch oben drauf.

Was ein guter Tee alles kann

Wird grüner Tee als Basis für die Herstellung von Kombucha genommen, so ist eine gesunde Wirkung auf den Organismus praktisch vorprogrammiert. Denn bei Grüntee steckt in jedem einzelnen Blatt eine ganze Armee von wertvollen Inhaltsstoffen. Der wohl wichtigste Wirkstoff ist das Catechin EGCG (Epigallocatechingallat bzw. Epigallocatechin-3-Gallat), das als Antioxidans stark antientzündlich wirkt. Außerdem kann es die Blutfette senken und das Blut verdünnen. Die ebenfalls im grünen Tee enthaltene Aminosäure L-Theanin, ein Eiweißbaustein, liefert im Zusammenspiel mit Koffein (im Tee auch als Tein bezeichnet) lang anhaltende Energie und Konzentrationsfähigkeit. Es soll zudem immunstärkend, blutdrucksenkend und beruhigend wirken. Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe sind Vitalstoffe, die der Körper für zahlreiche Vorgänge im Stoffwechsel benötigt. (1) Die gesunde Wirkung von grünem Tee gilt in mehreren Bereichen als wissenschaftlich belegt.

Schwarzer Tee ist bereits fermentiert, seine Inhalts- und Wirkstoffe sind denen des grünen Tees sehr ähnlich – schließlich stammen beide von der gleichen Pflanze (Camellia sinensis bzw. assamica). Die Wirkung der Vitalstoffe ist allerdings aufgrund des Trocknungsverfahrens gegenüber dem Grüntee etwas abgeschwächt. Schwarztee wirkt Studien zufolge blutzuckersenkend.

Wird ein Kräutertee für die Herstellung von Kombucha genommen, so hängt die Wirkung des Getränks natürlich davon ab, welche Effekte dieser Tee mitbringt.

Probiotische Kulturen und ihre Wirkung

Fermentierte, also angesäuerte Lebensmittel, zeichnen sich durch probiotische Bakterien aus. Sie entstehen, wenn die Hefen des Kombucha-Pilzes zusammen mit Zucker während des Gärvorgangs Alkohol bildet, der anschließend durch die Bakterien in organische Säuren verwandelt wird. Diese geben dem Drink seinen säuerlichen Geschmack. Bekannt ist dieser Vorgang auch von Essig, Kefir, Joghurt, Sauerkraut und sauren Gurken sowie Käse, Miso oder Kimchi. Es ist erwiesen, dass Sauerprodukte einen positiven Effekt auf die Verdauung und eine ausgeglichene Darmflora besitzen, zudem das Immunsystem stärken und leicht antibakteriell wirken. Diese Wirkungen kann man bestimmt auch Kombucha unterstellen.

Wichtig ist allerdings: Bei industriell hergestelltem, pasteurisiertem Kombucha sterben die probiotischen Bakterien ab und werden wirkungslos. Wer sich eine positive Wirkung auf die Darmflora erhofft, sollte also nur Kombucha mit lebenden Kulturen kaufen. Am besten stellt man sich seinen Kombucha selber her.

Fazit und Quellen

Kombucha als Powerdrink liefert viele Vitalstoffe, die eine gesunde Ernährung aufs Beste ergänzen können. Er wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Da er zwar sauer schmeckt, aber basisch verstoffwechselt wird, eignet er sich für eine basenbetonte Ernährung und zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts. Nachteilig schlagen sein hoher Zuckergehalt und sein Alkoholgehalt von 0,5 bis 2,0 Prozent zu Buche. Diabetiker sollten nur wenig, Kinder, Schwangere und trockene Alkoholiker gar keinen Kombucha trinken.

Quellen/ Literatur

(1) https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-wirkung/

(2) Childs, Eric & Jessica: Kombucha – Der natürliche Energydrink, der vitalisiert, heilt und entgiftet. Unimedica 2015