Maca Anwendungsgebiete

Maca ist eine Nahrungs- und Heilpflanze, die aus den peruanischen Anden stammt. Sie ist auch unter der Bezeichnung Peru-Ginseng bekannt. Seit rund 2000 Jahren wird sie dort in hohen Lagen angebaut. Maca ist sehr widerstandsfähig gegen schwankende Temperaturen, starken Wind und intensive UV-Bestrahlung. Sie gehört zur Gattung der Kressen (Familie: Kreuzblütengewächse). Maca wächst krautig in flachen Matten bis zu einer Größe von 20 Zentimetern. Ihre Kraft spendet vor allem die Wurzelknolle. Die große Bandbreite an Maca Anwendungsgebieten ist darauf zurück zu führen, dass sie beachtliche Mengen von Eisen, Eiweißen, Kalzium, Magnesium, Phosphor und weiteren Mineralstoffen sowie verschiedene Vitamine enthält. Am hochwertigsten ist die unbehandelte Knolle, die nach der Ernte zu Maca Bio verarbeitet wird. Erhältlich sind Maca Trockenextrakt, Wurzelpulver und gelatiniertes Maca.

Kleine Wurzel mit großem Gehalt an Aminosäuren

Noch heute wird Maca in peruanischen Höhenlagen von 4000 bis 4400 Metern angebaut. Die Ernte erfolgt in den Hochsommermonaten. Auch in einigen Gebieten Chinas wird Maca großflächig angebaut. Die Knollen sind birnenförmig und zwei bis fünf Zentimeter groß. Sie haben einen süßlichen bis scharfen Geschmack und weisen hohe Anteile essentieller Aminosäuren auf. Sie werden entweder frisch verzehrt oder getrocknet und zu Pulver verarbeitet.

Lust und Orgasmusfähigkeit sollen gesteigert werden

Bereits die Inka im alten Peru sollen die Maca-Wurzel als wertvolle Mahlzeit, natürliches Aphrodisiakum und vielseitiges Heilmittel verehrt haben. Sie sprachen der Pflanze leistungssteigernde und potenzfördernde Wirkungen zu. Heutzutage gelten die positiven gesundheitlichen Effekte der Knolle durch wissenschaftliche Untersuchungen als erwiesen. Maca enthält auffällig große Mengen Sterole, die in ihrer Wirkung dem Hormon Testosteron ähnlich sind. Das kann, wie Studien ergeben haben, zu erhöhter sexueller Lust, gesteigerter Orgasmusfähigkeit und stärkerer Spermienproduktion führen. Auch Erektionsstörungen konnten mit der Einnahme von Maca überwunden werden.

Wirkung auf den Cholesterinspiegel

Die Sterole haben die Fähigkeit, den Cholesterinspiegel im Körper zu senken. Auf spezielle Weise erschweren sie die Aufnahme von Cholesterin im Dünndarm. Weniger schädliches Cholesterin im Körper stärkt wiederum die Abwehr beispielsweise von Arteriosklerose und anderen Krankheiten, die ursächlich mit Gefäßablagerungen zu tun haben.

Durchblutung und Kreislauf

Die Maca-Knolle enthält im getrockneten Zustand 13 bis 16 % Proteine (Eiweiße). Der Anteil von Aminosäuren und Antioxidantien ist ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Dank dieser Energiestoffe wird Maca eine vitalisierende Wirkung auf alle Kreislaufprozesse des Menschen zugeschrieben. Die Durchblutung wichtiger Nervenbahnen kann wesentlich verbessert, der Hormonhaushalt intensiviert werden. In der Folge fühlt sich der Mensch munter und fit, psychisch leicht und entspannt. Daraus ergeben sich Anwendungsgebiete wie Depressive Zustände und Stress, die mitunter spürbar abgebaut werden.

Enthaltene Ballaststoffe erleichtern die Verdauung

Die Naturheilkunde in Peru zählt Maca zu den wärmenden, erhitzenden Nahrungsmitteln. Den Gegensatz dazu bilden alle abkühlenden pflanzlichen oder tierischen Stoffe. Diese Klassifizierung ist dort seit Jahrhunderten üblich. Sie lässt sich mit der befeuernden Wirkung der Maca-Knolle auf den Stoffwechsel gut nachvollziehen. Ein wärmendes Lebensmittel wird in dem Andenland zugleich gegen Rheuma und arthritische Leiden sowie Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Eine bessere Fruchtbarkeit von Mensch und Tier ist hier inbegriffen. Von den Inka überliefert ist außerdem die hervorragende verdauungsfördernde Wirkung der Maca-Wurzel. Sie hat ihren Ursprung in dem hohen Ballaststoffgehalt dieser „Wunderknolle“.