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Maca

Maca ist eine Pflanze, die in unseren Regionen noch relativ unbekannt ist. Das aus ihrer Wurzel hergestellte Maca-Pulver erobert allerdings immer mehr unser Bewusstsein und die Regale von Apotheken, Drogerien und Onlineshops. Maca werden erstaunliche Wirkungen nachgesagt, die sowohl auf die körperliche Leistungsfähigkeit, als auch auf die psychische Belastbarkeit abzielen.

Das aus der Wurzelknolle gewonnene, nährstoffreiche Pulver gibt allerdings noch viele Rätsel auf, denn die Studienlage zu seiner Wirksamkeit ist relativ dünn. In ihrer Heimatregion, den peruanischen Anden, gilt Maca allerdings schon immer als Nahrungspflanze und zugleich als Heilmittel. Viele positive Effekte auf die Gesundheit können aus der Überlieferung und Erfahrungsmedizin abgeleitet werden.

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

Folgende Darreichungsformen sind bei uns in Bio-Qualität erhältlich:

Übersicht der Produktspezifikation

Produktbeschreibung

Die getrockneten und gemahlenen Knollen der Maca-Pflanze mit einem hohen Gehalt an Vitamin A, B1, B6,
C, E, sowie Jod, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium
Ration Frischpflanze zu Pulver 4:1
Botanischer Name: Lepidium peruvianum chacon

Anwendungsempfehlung

Lebensmittel, Gewürz

Lagerung

An einem sauberen, kühlen, dunklen und trockenen Ort

Mindesthaltbarkeit

2 Jahre bei richtiger Lagerung

Sonstiges

Das Produkt stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Produkt wurde nicht durch Einsatz ionisierender Strahlung haltbar gemacht. Das Produkt unterliegt nicht der Kennzeichnungspflicht für genetisch veränderte Organismen nach den Verordnungen (EC) 1829/2003, (EC) 1830/2003 und (EC) 2001/18.

Ursprungsland

Peru

Eine vollständige Übersicht inklusive Angaben zu weiteren Eigenschaften, mikrobiologische Angaben, Angaben zur Eignung für spezielle Ernährungsformen sowie zu enthaltenen Allergenen und Unverträglichkeiten finden Sie im Dokument zur Produktspezifikation.

Auszug aus einem Analysezertifikat

Parameter

Spezifikation

Ergebnis

Staphylococcus aureus

max. 3 NMP/g

auf Anfrage

E. coli

max. 3 NMP/g

auf Anfrage

Salmonellen

negativ/25g

auf Anfrage

Enterobacteriaceae

max. 1.000 KbE/g

auf Anfrage

Blei (Pb)

max. 2,0 ppm

auf Anfrage

Cadmium (Cd)

max. 1,0 ppm

auf Anfrage

Quecksilber (Hg)

max. 0,1 ppm

auf Anfrage

Arsen (As)

max. 3,0 ppm

auf Anfrage

Zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen hinsichtlich Produkteigenschaften wie bspw. Feuchtigkeit finden Sie auf Anfrage.
Die Angaben zu Schwermetallen und der Mikrobiologie orientieren sich an EU-Verordnungen und sind zwingend erforderlich, da andernfalls die Ware in der EU nicht verkehrsfähig wäre.

Das Pflanzenprofil von Maca: Aussehen, Vorkommen und Verbreitung

Die Maca-Pflanze (botanisch: Lepidium meyenii) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist verwandt mit unserer Gartenkresse. Ihre Heimat ist allerdings nicht unser hiesiger Garten, sondern die Hochebenen der Anden. Dort wächst Maca in Höhen von bis zu 4.500 Metern und zeigt sich damit als echter Lebenskünstler. Unterirdisch bildet sich eine rübenförmige Knolle aus, während der oberirdische Teil in einer dichten Rosette mit fiedrigen Blättern wächst. Diese Blätter erinnern im Geschmack an Kresse und werden frisch als Salat gegessen.

Die weißen Blüten entwickeln sich im zweiten Jahr nach dem Austrieb, und jetzt wird auch die Verwandtschaft zur Gartenkresse sichtbar. Die Wurzeln bilden sich bereits im ersten Jahr aus und sind dann auch schon erntereif. Sie werden bis zu fünf Zentimeter groß und können als Gemüse gegessen werden. Ihr Geschmack ist leicht süßlich, daher werden sie sowohl für deftige wie süße Speisen verarbeitet. In Südamerika ist der „Mazamorra“, ein süßlicher Brei aus Maca-Wurzeln, ein traditionelles Gericht. Das Mehl der getrockneten Wurzeln wird Suppen und Mehlspeisen zugesetzt.

Die Maca-Pflanze ist frosthart und genügsam, sie wächst auf kargen Böden und in stürmischen Gegenden. Weil sie unter extremen Bedingungen gut gedeiht, wird sie nachweislich seit mehr als 3000 Jahren in den Andenregionen Perus kultiviert. Anfang der 1980er Jahre galt die Pflanze als vom Aussterben bedroht. Heute wird sie wieder verstärkt nachgefragt und angebaut. Dass sie schon bei den Inkas als Heilmittel galt, macht Maca aktuell so interessant für uns.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Es heißt, dass bisher mehr als 60 Vitalstoffe in der Maca-Wurzel festgestellt werden konnten. Die Wurzel ist auch der Pflanzenteil, der sie medizinisch so interessant macht. Die frischen Wurzelknollen haben einen Wassergehalt von ca. 80 %. In der getrockneten Wurzel sind fast 60 % Kohlenhydrate, bis zu 16 % Proteine, 8,5 % Faserstoffe und 2,2 % Lipide enthalten. Lipide sind Fette und fettähnliche Substanzen, die sich schlecht in Wasser lösen lassen und deshalb im Maca-Pulver sehr stabil bleiben. Maca-Knollen enthalten essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und durch die Nahrung zuführen muss. Außerdem Mineralien wie Zink, Magnesium, Phosphor und Jod, Vitamine der B-Gruppe, sowie Vitamin C und E und Spurenelemente in hoher Menge.

Bemerkenswert ist beispielsweise der Gehalt an Eisen und Kalzium. Wie alle Kreuzblütengewächse enthält Maca auch Senfölglycoside, die nachweislich immunstärkend und krebshemmend wirken. Der hohe Nährstoffgehalt und die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe brachten insbesondere dem Bio-Maca-Pulver die Bezeichnung „Superfood“ ein.

Aufgrund seiner Wirkstoffe werden Maca vor allem leistungssteigernde, potenzfördernde und fruchtbarkeitsanregende Wirkungen zugeschrieben. Auch die Psyche sowie neurologische Abläufe sollen positiv beeinflusst werden. Allerdings ist im Hinblick auf die medizinische Wirkung, die mit Maca-Pulver erreicht werden soll, einiges zu beachten: Vor allem, dass die Knolle in unterschiedlichen Farben wächst und den verschiedenen Farben unterschiedliche gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden. Es sind mehr als zehn Farbvarianten bekannt, die gebräuchlichsten sind rotes, gelbes, schwarzes und lila Maca.

Anwendungsgebiete von Maca-Pulver

Bio-Viagra“ oder „peruanischer Ginseng“ sind Bezeichnungen, die bereits einiges über die traditionelle Verwendung von Maca aussagen. Stärkungsmittel bei Stress und Hilfe bei sexuellen und psychischen Problemen soll die Wurzel sein. Das Pulver wird in der überlieferten Heilkunde beim Mann gegen Erektionsstörungen und bei beiden Geschlechtern zu Erhöhung der Fruchtbarkeit und zur Libidosteigerung eingesetzt. Während der Wechseljahre sowie für Leistungssteigerung und Muskelaufbau bei Sportlern soll Maca ebenfalls helfen. Ähnlich wie Ginkgo Extrakt, soll es auch zur Verbesserung der Gedächtnisleistung beitragen. In Peru wird Maca-Extrakt gegen Grippe und Erkältungen verabreicht, da die enthaltenen Senföle antibakteriell und antiviral wirken können. Als Nahrungsergänzungsmittel, das reich an Antioxidantien ist, wird es auch im Bereich der Anti-Aging-Produkte angeboten.

Die maßgeblichen Bewertungskommissionen (EFSA, WHO, E/ESCOP, HMPC) haben bisher kein Pflanzenprofil von Maca erstellt. Sie sehen keine durch Studien hinreichend abgesicherte Heilwirkung beim Menschen. Daher gilt Maca-Pulver als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Heilmittel, es gibt keine anerkannten Anwendungsgebiete. Ein Anfang in Sachen „Maca-Erforschung“ ist jedoch gemacht. Es bedarf noch intensiver Forschungsarbeit, um konkrete Aussagen zur Gesundheitswirkung des Pulvers – über die eines nahrhaften Lebensmittels hinaus – machen zu können.

Qualitätsmerkmale bei Verarbeitung und Verwendung

Es gibt Maca-Pulver in den verschiedenen Farben zu kaufen, meist wird aber ein Mischpulver mit gelblicher Farbe angeboten. Für das Pulver werden die getrockneten Wurzeln fein vermahlen. Diese trockenen Wurzeln sind unglaublich lange haltbar: bis zu fünf Jahren ohne nennenswerten Wirkstoffverlust. Qualitativ am hochwertigsten ist loses Pulver in Rohkostqualität. Es werden auch Presslinge und Kapseln gehandelt, die allerdings meist aus gelatiniertem Pulver hergestellt werden. Tinkturen bauen auf alkoholischer Basis auf oder auf Basis von Glycerin. Hier sollte vor allem auf weitere Zusatzstoffe geachtet werden, von denen stets so wenig wie möglich enthalten sein sollten. Maca in Bio-Qualität steht ebenfalls für gute Präparate. Die  Preise für Maca-Produkte steigen zurzeit, da die peruanischen Kontingente zu großen Teilen für den chinesischen Markt aufgekauft werden.

Hinsichtlich der Dosierung von Maca-Präparaten ist stets die Angabe auf dem Produkt einzuhalten, um Überdosierungen zu vermeiden. Mehr als 5 Gramm täglich sollten nicht aufgenommen werden. Die wenigen Studien, die zu Maca bisher durchgeführt wurden, verwendeten zumeist eine tägliche Dosis von 3 Gramm.

Hat Bio Maca-Pulver Nebenwirkungen?

Die bisherige Datenlage lässt eine gute Verträglichkeit von Maca-Pulver erkennen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt, dass bislang keine wissenschaftlichen Belege für unerwünschte Wirkungen vorliegen.

Vereinzelt kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Magendruck kommen. Auch Kopfschmerzen und leichte Hyperaktivität wurden beobachtet. Da Senföle auf den Magen reizend wirken, sollte Maca bei bestehenden Magenproblemen nicht eingenommen werden. Für Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine aussagekräftigen Erkenntnisse vor.

Fazit

Maca-Pulver ist reich an wertvollen Nährstoffen und wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der körperlichen (speziell sexuellen) und geistigen Leistungsfähigkeit angeboten.