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Moringa

Der Moringabaum stammt ursprünglich aus der Himalaya-Region. Seine Bestandteile dienen in der traditionellen Ayurvedischen Heilkunst schon seit Jahrhunderten als Heilmittel in der allgemeinen Gesundheitsvorsorge sowie zur Prävention und Behandlung verschiedenster Krankheiten.

Welche Wertschätzung ihm in seinen Heimatregionen entgegen gebracht wird, zeigen die Namen, die ihm dort gegeben wurden. „Wunderbaum“ oder „Baum des Lebens“ (Tree of Life) sind die würdigenden Bezeichnungen, die darauf hinweisen, welche hochpotenten therapeutischen Wirkungen dem Moringa damals wie heute zugeschrieben werden. Weltweit können inzwischen Menschen von Moringa-Präparaten profitieren, die mit zahlreichen Nährstoffen punkten, welche die moderne Ernährung nicht mehr immer zu liefern vermag.

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

In den nachfolgenden Übersichten finden Sie produktspezifische Eigenschaften unseres Moringapulvers und einen Auszug aus einem Analyse-Zertifikat. Dieses belegt den hohen Qualitätsstandard unseres Produkts.

Folgende Eigenschaften unseres Pulvers des Moringa oleifera sind besonders hervorzuheben:

  • Es handelt sich zu 100% um getrocknete Blätter.
  • Unser Moringa Pulver stammt aus Indien und ist für die Weiterverarbeitung in Lebensmitteln geeignet.

Übersicht der Produktspezifikation

Produktbeschreibung

Synonym: Meerrettichbaumblätter
Botanischer Name: Moringa oleifera
Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Anwendungsempfehlung

Lebensmittel

Lagerung

An einem sauberen, kühlen, dunklen und trockenen Ort

Mindesthaltbarkeit

3 Jahre bei sachgemäßer Lagerung

Ursprungsland
 

Indien
 

Eine vollständige Übersicht inklusive Angaben zu den Inhaltsstoffen, mikrobiologische Angaben, Angaben zur Eignung für spezielle Ernährungsformen sowie zu enthaltenen Allergenen und Unverträglichkeiten finden Sie im Dokument zur Produktspezifikation.

Auszug aus einem Analysezertifikat

Parameter

Spezifikation

Ergebnis

Hefen und Schimmelpilze

max. 1.000 KbE/g

auf Anfrage

E. coli

negativ

negativ

Salmonellen

negativ

negativ

Aerobe mesophile Gesamtkeimzahl

max. 100.000 KbE/g

auf Anfrage

Blei (Pb)

max. 3,0 ppm

auf Anfrage

Cadmium (Cd)

max. 1,0 ppm

auf Anfrage

Quecksilber (Hg)

max. 0,1 ppm

auf Anfrage

Arsen (As)

max. 3,0 ppm

auf Anfrage

Zusätzliche Informationen zu den Ergebnissen hinsichtlich Pestiziden finden Sie auf Anfrage.
Die Angaben zu Schwermetallen, Pestiziden und der Mikrobiologie orientieren sich an EU-Verordnungen und sind zwingend erforderlich, da andernfalls die Ware in der EU nicht verkehrsfähig wäre.

Ein „Wunderbaum“ stellt sich vor

Der so hochgepriesene Moringabaum gehört zur Familie der Bennuss-Gewächse (Moringacea) und trägt den botanischen Namen Moringa oleifera. Er ist auch als „Meerrettichbaum“ bekannt, weil der Geschmack einiger seiner Pflanzenteile stark an die Wurzel der Meerrettichpflanze erinnert. Deshalb nutzten die Engländer sie während der Kolonialzeit als Meerrettichersatz. Verantwortlich hierfür sind Senfölglykoside, die u.a. in den Wurzeln und dem Stamm vorkommen. Der Moringa wächst schnell und kann bis zu 12 Metern groß werden. Auf sandigen Böden und bei einer Temperatur von mindestens 15 Grad Celsius fühlt er sich wohl. Aus den weißen Blüten wachsen schotenförmige, längliche Früchte. Sämtliche Teile dieses beeindruckenden Baumes sind ess- und nutzbar.

Die Inhaltsstoffe von Moringa oleifera

Blätter, Blüten, Früchte (Schoten), Samen, Stängel, Rinde und Wurzel: Der gesamte Baum steckt von oben bis unten voller Vitalstoffe. Vor allem die ein bis zwei Zentimeter großen Blätter gelten als ernährungsphysiologisch wertvoll. Moringa oleifera beinhaltet rund 90 verschiedene Wirk- und Nährstoffe. Im Einzelnen:

  • Vitamine: A, B, C, D, E und K
  • Mineralstoffe und Spurenelemente: unter anderem Eisen, Kalium, Kalcium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Schwefel, Selen, Silicium und Zink
  • 18 Aminosäuren: darunter alle essentiellen, etwa Methionin, Tryptophan, Lysin und Leucin
  • wertvolle Proteine
  • hochwertige Fette (Omega-Fettsäuren)
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • Ballaststoffe
  • Chlorophyll
  • Pflanzenhormon Zeatin

Besonders hervorzuheben ist, dass alle Inhaltsstoffe in einer ganz speziellen und einmaligen Zusammensetzung vorhanden sind – die Natur hat es so geschaffen. Damit besitzen die Wirkstoffe eine sehr hohe Bioverfügbarkeit, das heißt: Sie sind für den menschlichen Organismus in idealer Weise dosiert und verwertbar.

In einer Untersuchung aus dem Jahr 1998 wurden die hohen Nährwerte von Moringa bestätigt. (1)

Wie kann Moringa unserem Körper gut tun?

Jede Wirkstoffgruppe, die in Moringa enthalten ist, hat ganz eigene Funktionen im Körper. Die einzigartige Wirkstoffdichte und –kombination macht Moringa zu einer Vitalstoffbombe und zu einem Allrounder in der Nährstoffversorgung. Moringa steckt voller Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und sogar vor freien Radikalen schützen können. Ein sehr hoher ORAC-Wert *) von über 46 000 µmol TE/100 Gramm bestätigt das antioxidative Potenzial.

Die im Moringa enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind darüber hinaus wichtig für den Stoffwechsel, den Hormonhaushalt, den Sauerstofftransport im Blut, eine gute Muskelfunktion, die problemlose Weiterleitung von Nervenimpulsen, einen ausgewogenen Wasserhaushalt, gesunde Haut, Haare und Nägel.

Hochwertige Fette sind wichtig für den Energiestoffwechsel und den Schutz des Herz-Kreislauf-Systems. Eiweiß ist einer der Hauptbaustoffe für die Körperzellen und hält unsere Muskeln auf Trab. Ballaststoffe sorgen für einen gesunden Darm. Zeatin gilt als „Jungbrunnenhormon“ und Botenstoff zur Aufnahme vieler Nährstoffe.

Alles in allem ergibt sich ein breites Spektrum der Moringaöl Wirkungen und auch der anderen Darreichungsformen von Moringa.

Moringa: Nahrungsergänzung oder Heilmittel?

Zahlreiche Studien haben sich inzwischen mit den erstaunlichen Inhaltsstoffen des Moringabaums beschäftigt, unter anderem an der Universität Hohenheim. (2) Wirklich aussagekräftige Humanstudien zu einer möglichen Verwendung als Arzneimittel fehlen allerdings  bisher. Positive Effekte werden den Blättern bei alkoholgeschädigter Leber zugeschrieben. (3) Tatsache ist aber, dass Moringa nach derzeitigem Recht und Stand der Wissenschaft als „Nahrungsergänzungsmittel“ gilt. Gesundheitsbezogene Aussagen dürfen nicht gemacht werden, obwohl der hohe Nährstoffgehalt unbestritten ist und damit auch ein hoher Stellenwert für die Gesundheit naheliegt. Immerhin erlaubt es die Health Claims Verordnung, die enorme Vielfalt der Inhalts- und Wirkstoffe der Pflanze aufzuzeigen. (4)

Gewinnung, Herstellung und Qualität

Da sämtliche Pflanzenteile des  Moringabaums verzehrbar sind, können sie auch alle zur Gewinnung von Produkten verwendet werden. Hauptsächlich werden jedoch die Blätter zur Herstellung von Moringa-Pulver genutzt. Aus den Samen wird Moringa-Öl hergestellt. Bei der jeweiligen Verarbeitung zu den verschiedenen Präparaten bleiben alle Wirkstoffe erhalten. Die Bäume können als Wildwuchs oder im Plantagenanbau heranwachsen. Handelt es sich um Anbau, sollte auf Bio-Qualität geachtet werden. Sämtliche Herstellungsschritte (Anbau, Ernte, Verarbeitung, Verpackung, Lagerung) müssen nachweislich auf höchsten Qualitäts- und Hygienestandards basieren.

Die verschiedenen Moringa-Präparate

Viele Pflanzenteile des Moringabaums bleiben bisher der traditionellen Heilkunde vorbehalten. Für die modernen Nahrungsergänzungen werden vor allem die Blätter und die Samen verwendet.

Moringa-Pulver

Die frischen, gereinigten und schonend getrockneten Blätter der Pflanze werden zu feinem Pulver vermahlen. Aus acht Kilogramm Blättern lässt sich ein Kilogramm Pulver gewinnen. Es wird in geschmacksneutralen Kapseln oder als loses Pulver angeboten. Das Pulver kann in Flüssigkeit, fertige Speisen und Desserts eingerührt werden. Mit seinem leicht scharfen Geschmack macht es sich gut in Smoothies oder als Würze für Gemüse und Fisch. Kapseln werden nach Packungsanweisung mit reichlich Flüssigkeit eingenommen.

Moringa-Öl

Hochwertiges Moringa-Öl wird durch Kaltpressung der Moringa-Samen gewonnen. Das Moringasamenöl hat eine hellgelbe Farbe und einen nussig-süßlichen Geschmack. Da es nicht ranzig wird, ist es in seiner natürlichen Form bis zu fünf Jahre haltbar. Es ist reich an Omega-9-Fettsäuren.Zahlreiche Quellen legen eine äußerliche Anwendung bei Hautproblemen nahe. Auch eine entzündungshemmende Eigenschaft wird dem Öl nachgesagt. Als Speiseöl ist es wegen seines hohen Preises kaum in Gebrauch, obwohl es zum Braten und Backen geeignet ist und recht gut schmeckt.

Weitere Moringa-Produkte

Moringa ist auch als Tee, Tropfen und Kosmetik auf dem Markt. Hand- und Körpercreme, Duschgel, Fußbutter und mehr sollen verjüngende Effekte auf die Haut ausüben, sie zart und geschmeidig machen. Die Antioxidantien sollen vor schädigenden Umwelteinflüssen schützen.

Nebenwirkungen

Das gut verträgliche Moringa-Pulver wird bei bestimmungsgemäßem Gebrauch ohne Einschränkungen auch für Kinder und Senioren, Schwangere und Stillende empfohlen. Die Moringawurzel sollte allerdings in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da die Wurzel durch ihren Alkaloidgehalt leicht giftig wirkt. Zu Wechselwirkungen und Gegenanzeigen gibt es derzeit keine konkreten Angaben, da nicht ausreichend Daten zur Pharmakologie vorliegen. Wie bei jedem pflanzlichen Mittel können vereinzelt individuelle Unverträglichkeiten auftreten.

Fazit

Durch den hohen und bestens verwertbaren Nährstoffgehalt ist Moringa eine gute Vitalstoffquelle für Menschen mit erhöhtem Bedarf, nach überstandener Krankheit und für alle, die eine optimale Versorgung sicher stellen möchten. Moringa ist auch eine gute pflanzliche Eiweißquelle für Veganer.

Quellen

(1) Champden und Chorleywood Food Research Association, Department of Engineering at University of Leicester & Church World Service, 1998

(2) Prof. Dr. Klaus Becker, Universität Hohenheim 2003, 2006, 2013.

(3) Nadro MS, Arungbemi RM, Dahiru D: Evaluation of Moringa oleifera Leaf Extract on Alcohol-induced Hepatotoxity. Tropical Journal of Pharmaceutical Research 5, 2006

(4) Health Claims Verordnung: EU Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel. Ohne Ausnahmen in Kraft getreten am 14. Dezember 2012

*) ORAC = Oxygen Radical Absorbance Capacity: Methode zur Messung antioxidativer Eigenschaften in Pflanzenextrakten, Nahrungsmitteln und biologischen Substanzen.

Bildquellen

© frank29052515 - Fotolia.com - Moringa Blätter, Pulver & Kapseln
© Luis Echeverri Urrea - Fotolia.com - Moringa Pulver in Scheffel und getrocknete Blätter
© Luis Echeverri Urrea - Fotolia.com - Moringa Smoothie