item

Moringasamenöl Wirkung

Moringasamenöl oder kurz Moringaöl wird eine Vielzahl an Wirkungen nachgesagt. Studien, in Deutschland vor allem an der Universität Hohenheim (1), bestätigen verschiedene positive Einflüsse auf die Gesundheit. Doch welche Wirkungen sind es, die dem einfach anzuwendenden Nahrungsergänzungsmittel nachgesagt werden und aus welchen Inhaltsstoffen lassen sich diese Effekte ableiten?
Diese und weitere Fragen werden nachfolgend beantwortet.

Wie das Öl des „Baum des Lebens“ wirken kann

Das Moringaöl ist sehr wertvoll. Es wird aus den Samen des Baumes Moringa oleifera gewonnen, wobei sich höchste Qualität immer durch ein Kaltpressverfahren auszeichnet. Dabei bleiben alle Wirkstoffe am besten erhalten. Diesen Inhaltsstoffen werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen: antioxidativ, also wirksam gegen freie Radikale, außerdem antibakteriell und entzündungshemmend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, hautschützend und geruchsneutralisierend sind die wichtigsten. Dadurch kann Moringasamenöl innerlich beispielsweise das Immunsystem stärken und den allgemeinen Ernährungsstatus verbessern. Auch entzündliche Prozesse, etwa bei Rheuma, können positiv beeinflusst werden. Gelenkschmerzen können durch Einreibung mit dem Öl von außen gelindert werden. Auch für die Hautpflege ist Moringaöl wegen seiner zellschützenden und –erneuernden Eigenschaften sehr beliebt.

Die optimale Zusammenstellung der Wirkstoffe

Oft wird Moringa als „Allzweckwaffe“ gegen Gesundheitsprobleme aller Art bezeichnet. Das liegt sicher an seiner Wirkstoffvielfalt und an der besonders ausgewogenen Zusammenstellung aller Wirkstoffe. Mehr als neunzig Wirkstoffe wurden inzwischen nachgewiesen, und noch sind vermutlich nicht alle gefunden. Nicht nur die hohe Konzentration vieler Inhaltsstoffe, sondern vor allem das Zusammenspiel der Nährstoffe und die hohe Bioverfügbarkeit für den menschlichen Organismus macht Moringasamenöl so besonders. Vor allem wertvolle Omega-Fettsäuren (3, 6 und 9) und weitere hochwertige Fettsäuren (wie Alpha-Linolensäure und Linolsäure)  sowie viele Mineralien, Vitamine, Aminosäuren und Proteine und andere wertvolle Pflanzenstoffe machen den Wert des Öls aus. Erst vor einiger Zeit wurde außerdem in mikrobiologischen Untersuchungen der Botenstoff Zeatin als Inhaltsstoff von Moringa festgestellt. Zeatin sorgt dafür, dass alle anderen Nährstoffe vom Körper optimal aufgenommen werden können.

Gesundes Öl für die tägliche Anwendung

Moringasamenöl ist absolut alltagstauglich. Jeder kann mit dem Öl seine Nahrung ergänzen und mit wertvollen Nährstoffen anreichern. (2) Das blassgelbe Öl ist hoch erhitzbar und somit zum Kochen in jeder Hinsicht gut geeignet. Auch in Salatsoßen oder kalt über die fertigen Speisen geträufelt ist es ein Genuss. Es schmeckt angenehm nussig und würzig. Wegen seines hohen Gehalts an Antioxidantien wird es nicht ranzig, bleibt also lange haltbar.

Äußerlich wird Moringaöl in der Kosmetik verwandt, da es die Haut pflegt und schützt. Auf Grund seiner geruchsbindenden Eigenschaften wird es gerne als Bestandteil von Deos eingesetzt. Jeder kann natürlich auch selber kosmetische Produkte mit Zusatz von Moringasamenöl herstellen. Es eignet sich in Seifen oder etwa als Zusatz zum neutralen Massageöl. Als Schmerzstiller kann es auch pur in schmerzende Stellen und Gelenke einmassiert werden. Selbst zur Haarpflege wird reines Moringaöl empfohlen.

Fazit

Moringasamenöl ist eine der zahlreichen Darreichungsformen, die aus den verschiedenen Pflanzenteilen des Moringabaumes hergestellt werden. Das Öl zeichnet sich dadurch aus, dass ausschließlich der Samen der Pflanze genutzt wird. Das hochwertige Öl ist innerlich und äußerlich zu verwenden und kann dabei antientzündliche, antimikrobielle, immunschützende, vitalisierende, hautpflegende und durchblutungsfördernde Wirkungen entfalten. In der Küche verfeinert es Speisen aller Art.

Quellen

(1) Prof. Dr. Klaus Becker, Universität Hohenheim 2003, 2006, 2013.

(2) Peter & Shirly Ruf: Das große Moringa-Buch - Vom Wunderbaum zum Gaumenschmaus, Waldkirch Verlag 2016