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Chlorophyllin

Chlorophyllin trägt nicht umsonst den Namensvetter Chlorophyll in seiner Bezeichnung – beides sind eng verwandte Stoffe. Chlorophyllin geht nicht ohne Chlorophyll. Obwohl Chlorophyllin schon seit den 1940er Jahren eine therapeutische Bedeutung hat, ist es landläufig wenig als Heilmittel bekannt. Und was kaum jemand weiß: Chlorophyllin versteckt sich in zahlreichen Produkten, die jeder regelmäßig aufnimmt. Ein Grund, sich diesen spannenden Stoff einmal näher anzusehen.

Wichtige Informationen für unsere Kunden - Händler, Wiederverkäufer & Produzenten

Folgende Eigenschaften unseres Produktes sind besonders hervorzuheben:

  • Es handelt sich um Natrium Kupfer Chlorophyllin.
  • Das Produkt ist ein Pulver und wasserlöslich.
  • Der Gehalt an Chlorophyllin in der Trockensubstanz beträgt mind. 95 %.
  • Das Produkt ist ein zugelassener Lebensmittelfarbstoff: E 141 ii.
  • Das Produkt kann in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie verwendet werden.

Die Mindestabnahmemenge beträgt 5 kg.

Übersicht der Produktspezifikation

Produktbeschreibung

Schwärzlich-grünes Pulver, sehr hygroskopisch, löslich in H2O, sehr schwach löslich in Alkohol, praktisch unlöslich in Methylenchlorid und Ether

Anwendungsempfehlung

Lebensmittel

Lagerung

An einem sauberen, kühlen, dunklen und trockenen Ort

Mindesthaltbarkeit

2 Jahre bei richtiger Lagerung

Ursprungsland

Spanien

Eine vollständige Übersicht inklusive Angaben zu weiteren Eigenschaften, mikrobiologische Angaben, Angaben zur Eignung für spezielle Ernährungsformen sowie zu enthaltenen Allergenen und Unverträglichkeiten finden Sie im Dokument zur Produktspezifikation.

Dokument zur Produktspezifikation

Detaillierte Nährwertangaben können auf Nachfrage zur Verfügung gestellt werden.

Worin besteht der Unterschied zwischen Chlorophyll und Chlorophyllin?

Chlorophyll ist ein natürlicher sekundärer Pflanzenstoff, der für die Grünfärbung von Pflanzen verantwortlich ist. Er hat in seiner chemischen Struktur große Ähnlichkeit mit dem roten Farbstoff im menschlichen Blut, dem Hämoglobin. Deswegen wird er auch als „grünes Blut“ der Pflanzen bezeichnet. Das Blattgrün, wie es auch heißt, ist für die Photosynthese zuständig und sorgt dafür, dass Sauerstoff gebildet wird.

Chlorophyllin wird aus Chlorophyll synthetisiert. Unter einer Synthese versteht man die „Zusammenfügung von Elementen zu einer Verbindung“. Im Fall von Chlorophyllin entsteht am Ende dieses Syntheseprozesses eine wasserlösliche Variante des Blattgrüns. Dafür wird das Magnesiumatom in der Mitte der chemischen Struktur des Chlorophylls in der Regel durch ein Kupferatom ersetzt. Auch andere Metall-Varianten sind möglich. Die dadurch neu gewonnene Eigenschaft der Wasserlöslichkeit kann vielfältig genutzt werden, weil die Weiterverarbeitung einfacher wird. Außerdem erhöht sich die Hitze- und Lichtbeständigkeit.

Wofür kann Chlorophyllin verwendet werden?

Chlorophyllin ist unter der Kennzeichnung E 141 („kupferhaltiger Komplex“) als grüner Lebensmittelfarbstoff verbreitet. Viele Experimente zeigen, dass es nicht toxisch (giftig) wirkt und auch in großen Mengen bedenkenlos eingesetzt werden kann. Daher darf Chlorophyllin als Lebensmittelzusatzstoff zum Färben mit wenigen Ausnahmen höchstmengenunbegrenzt in Lebensmitteln eingesetzt werden. Ausgangsstoffe sind beispielsweise Algen (wie Chlorella oder Spirulina), Brennnessel, Gräser oder Luzerne. Es ist unter anderem in Süßwaren, Limonaden, Likören, diversen Käsesorten, Marmeladen, Konfitüren und Gelees zu finden.

Nicht nur in der Lebensmittelindustrie ist der grüne Farbstoff übrigens beliebt: Er wird beispielsweise auch zum Einfärben von Kerzen und insbesondere in der Kosmetikindustrie genutzt. In letzterer verbirgt sich Chlorophyllin unter der INCI-Bezeichnung CI 75810 und gilt als „kosmetischer Farbstoff“ mit desodorierender Wirkung. (1)

Seine biologische bzw. therapeutische Wirkung wurde bereits in den 1940er und 1950er Jahren beobachtet und in Folge erforscht. Das Linus Pauling Institut an der Universität von Oregon beschäftigt sich in neuerer Zeit ausführlich mit den Gesundheitswirkungen des Stoffs und stellt in einem ausführlichen Artikel die aktuellen Studienergebnisse zusammen. (2)

Chlorophyllin in der Heilkunde

Im Vordergrund der therapeutischen Wirkungen von Chlorophyllin stand lange Zeit vor allem die geruchsbindende Wirkung des grünen Farbstoffs und seiner wasserlöslichen Variante. Seit mehreren Jahrzehnten wird es oral (innerlich) als „internes Deodorant“ eingesetzt. Urin- und Fäkalgerüche sollen gemindert werden. Patienten mit künstlichem Darmausgang (Colostomie) und Inkontinenz sowie der Stoffwechselkrankheit Trimethylaminurie („Fischgeruch-Syndrom“) können davon profitieren.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Haut. Chlorophyllin besitzt die Fähigkeit, die Wundheilung zu beschleunigen. Daher werden Salben und Lösungen topisch (lokal, äußerlich) bei anhaltenden, schlecht heilenden Wunden verwendet. Entzündungen werden durch die antioxidative Wirkung von Chlorophyllin reduziert und die Narbenbildung verläuft recht gut. Entsprechende Hautschutzsalben werden beispielsweise bei Druckgeschwüren durch Wundliegen (Dekubitus), Hauteinrissen, Verbrennungen und Verätzungen sowie offenem Bein eingesetzt.

Neuere Studien untersuchen Chlorophyllin außerdem dahingehend, inwieweit sich der Einsatz bei Krebserkrankungen positiv auswirken kann. Noch ist aber nicht geklärt, ob Chlorophyllin oder natürliches Chlorophyll das Mittel der Wahl sein könnte.

Produkte mit Chlorophyllin

Chlorophyllin wird – außer als Lebensmittelzusatzstoff – in verschiedenen Präparaten verarbeitet. Diese sind vor allem als Geruchsbinder oder Deodorant einerseits, andererseits als Hautschutzmittel zu finden. Geruchsbinder sind dabei in Form von Deo, Deopuder, Seife und auch innerlich als Dragee sowie gegen Mundgeruch sogar als Molkegetränke im Handel. Darüber hinaus enthalten zahlreiche weitere kosmetische Produkte Chlorophyllin. Hautschutzsalben sind die klassische Anwendungsform zur Wundheilung. Chlorophyll-Nahrungsergänzungen (Kapseln, Tabletten usw.) sind teilweise durch Chlorophyllin ergänzt.

Kann Chlorophyllin unerwünschte Wirkungen haben?

Da es für den Verzehr von „kupferhaltigen Komplexen“, also Chlorophyllin mit der Kennzeichnung E 141, keine Verzehrbeschränkungen gibt, gilt es als nebenwirkungsfrei und sicher. Als ADI-Wert (3) wurden bis zu 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

Die orale Einnahme kann eine leichte Grünfärbung von Urin oder Stuhl verursachen. Die Zunge kann sich durch direkten Kontakt gelblich oder dunkel verfärben. Diese Erscheinungen sind völlig harmlos. Äußerlich angewendet kann gelegentlich leichtes Jucken oder Brennen auftreten.

Als Gegenanzeige gilt das Mowat-Wilson-Syndrom (Morbus Wilson), ein Gendefekt, der  mit einer Kupferstoffwechselstörung einher geht. Wegen fehlender Untersuchungen sollten Schwangere und Stillende vorsichtshalber keine Nahrungsergänzungen mit Chlorophyll bzw. Chlorophyllin einnehmen.

Fazit

Chlorophyllin ist eine halbsynthetische wasserlösliche Variante des natürlichen Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll. Es findet in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie Anwendung und wird schon seit langer Zeit in der therapeutischen Anwendung gegen Geruchsbildung und zur Heilung hartnäckiger Wunden eingesetzt. Mögliche Wirkungen in der Krebstherapie und –prävention sind derzeit in der Erforschung.

Quellen:

(1) INCI = International Nomenclature of Cosmetic Ingredients (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe); gibt die Inhaltsstoffe in kosmetischen Produkten an

(2) Linus Pauling Institute, Oregon State University
lpi.oregonstate.edu/mic/dietary-factors/phytochemicals/chlorophyll-chlorophyllin

(3) Der ADI-Wert gibt an, welche Menge eines Stoffes über die gesamte Lebenszeit täglich aufgenommen werden kann, ohne dass gesundheitliche Probleme zu erwarten sind (acceptable daily intake = duldbare tägliche Aufnahme).