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Teebaumöl Fakten

Teebaumöl war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Inzwischen erfreut sich das im 18. Jahrhundert nach Europa gelangte Öl bei Naturmedizinern und aufgeschlossenen Schulmedizinern wieder neuer Beliebtheit.

Es gibt 3 Arten des Teebaums aus denen das kostbare Öl gewonnen wird.

  • Melaleuca alternifolia
  • Melaleuca linariifolia
  • Melaleuca dissitiflora

Bezeichnung: Teebaum

Botanischer Name: Melaleuca alternifolia

Englischer Name: Tea Tree Oil, Mastigobryum trilobatum

Ursprungsländer: Australien

Innere Anwendung

Bei der inneren Anwendung werden dem Teebaumöl zahlreiche Wirkungen zugeschrieben. Diese umfassen beispielsweise:

Bekämpfung von Bakterien und Viren

Eine der wichtigsten und stärksten Eigenschaften des Öls. Extrem hoher Anteil an Terpinen-4-ol, daher hat es eine sehr hohe antibakterielle Wirkung. Klinische Tests bewiesen dass das Teebaumöl gegen Bakterien wie Escherichia Coli und viele Bakterienstämme der Staphylokokken wirkt. Auch eine positive Wirkung bei MRSA wurde nachgewiesen. MRSA (multiresistente Staphylococcus aureus) ist ein antibiotikumresistentes Bakterium welches jedes Jahr weltweit mehrere tausend Menschen tötet. Teebaumöl ist neben teuren Hightech-Antibiotika eine der wenigen Behandlungsmethoden welche der Medizin in Bezug auf MRSA zur Verfügung stehen. In einer Studie mit mehreren ätherischen Ölen konnte festgestellt werden dass das Teebaumöl die höchste keimtötende Wirkung besitzt.

Atemwegserkrankungen

Der hohe Anteil an Cineol wirkt schleimlösend auf die Nasennebenhöhlen und die Lunge. Außerdem bewirkt es eine Hemmung von Neurotransmittern die für die Verengung der Bronchien verantwortlich sind. Cineol wirkt auch bei Asthmatikern sehr gut. Die Gabe von reinem Cineol kann die Lungentätigkeit verbessern. Bei COPD (Raucherlunge) kann Teebaumöl als Zusatzmedikation eingesetzt werden.

Bei Erkältung

Cineol und Terpinen-4-ol wirken sehr heilungsfördernd bei Erkältungen. Wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften werden Bakterien und Viren getötet. Teebaumöl wirkt so gegen die Erkältung an sich und ist auch noch in der Lage etwaige Folgeentzündungen wie z.B. Nasennebenhöhlenentzündung zu verhindern.

Bei Mundgeruch und Zahnfleischentzündung

Durch die antibakterielle und keimtötende Wirkung wird die Bildung von Mundgeruch gehemmt. Es hilft Zahnfleischentzündungen vorzubeugen bzw. diese schneller zu heilen. Es hilft auch Karies vorzubeugen da die verursachenden Bakterien abgetötet werden.

Zur Entgiftung

Teebaumöl erhöht die Tätigkeit der Nieren, wirkt harntreibend und fördert die Durchblutung der Nieren. Dadurch können Giftstoffe besser ausgeschieden werden.

Äußere Anwendung

Bei der äußeren Anwendung werden dem Teebaumöl zahlreiche Wirkungen zugeschrieben. Diese umfassen beispielsweise:

Gegen Akne

Durch die stark antibakterielle Wirkung und die entzündungshemmenden Eigenschaften wird dem Körper geholfen die entzündeten Hautpartien zu heilen und eine Infektion durch Bakterien wird verhindert.

Gegen Flöhe, Milben und Läuse

Der intensive Duft wirkt auf die kleinen Plagegeister stark abstoßend. Bei Haustieren sollte es jedoch nicht angewendet werden, das sie die Inhaltsstoffe nicht abbauen. Sie können dadurch vergiftet werden und sogar sterben.

Gegen Fußpilz, Nagelpilz und andere Hautpilze

Wie viele andere ätherischen Öle besitzt das Teebaumöl ausgeprägte antifungale Wirkung, allerdings um einiges stärker als bei den meisten anderen Ölen. Es gibt z.B. Berichte wonach eine Behandlung von Fusspilz mit Teebaumöl bereits nach 3 Tagen zu totaler Beschwerdefreiheit führen kann. Außerdem soll es ausgezeichnete Wirkung auch gegen jegliche anderen Hautpilze aufweisen.

Gegen Haarausfall

Haarausfall kann die verschiedensten Ursachen haben, genetisch, hormonell oder anderer Natur. Weitgehend unbekannt ist die Tatsache dass Haarausfall auch von Pilzen verursacht werden kann die sich in den Haarfollikeln einnisten. In diesem Fall empfiehlt sich Teebaumöl als natürliche Behandlungsmethode.

Gegen Warzen

Das Öl des Teebaums wirkt ausgezeichnet wegen antiviraler Komponenten auf das HPV (Human Papilloma Virus), das die Stielwarzen verursacht. Die Behandlung dauert allerdings länger da das Virus zwar abgetötet wird, der Körper aber einige Zeit braucht um die entstandenen Hautwarzen zurückzubilden.

Gegen Herpes

Das Herpesvirus lässt sich nicht dauerhaft vertreiben. Allerdings kann man die Herpeswunden sehr gut behandeln, da das Öl den Virus lokal abtöten kann.

Gegen Mücken

Ausgezeichneter Mückenschutz wird durch Terpinen-4-ol geboten. Im Vergleich zu herkömmlichen Insektenschutzmitteln ist Teebaumöl bis zu 70% wirksamer.

Anwendung von Teebaumöl

Es sollte erst überprüft werden ob man eventuell allergisch auf das Öl reagiert. Dafür kann das Teebaumöl mit etwas Wasser verdünnt und kleinflächig auf eine Hautstelle aufgetragen werden. Bei unerwünschter Reaktion ist von jeder weiteren Anwendung abzusehen.

Teebaumöl sollte grundsätzlich nicht grossflächig angewendet werden. Niemals pur, sondern immer nur verdünnt - Ausnahmen bilden die Behandlung von Fuss- bzw. Nagelpilz. Hier kann man das Öl pur auftragen und eine Zeit lang einwirken lassen. Zum Fixieren der Behandlung eignet sich ein Fußbad mit einigen Tropfen Teebaumöl im Wasser. Zum Inhalieren kann man einige Tropfen in heisses bzw. kochendes Wasser geben.

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen hängen direkt mit dem Alter des Öls zusammen. Allergische Reaktionen bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhäuten entstehen meist durch Oxidationsprodukte von Limonen und Terpenen welche durch Kontakt mit Luftsauerstoff entstehen. Es ist daher von essentieller Bedeutung dass Teebaumöl kühl, dunkel und vor zu viel Luft geschützt gelagert wird. Bei Verschlucken kann es zu Lungenschäden kommen, Kleinkinder sollten daher keinen Zugang zu Teebaumöl haben. Bei Jungen kann die Östrogenproduktion stark erhöht werden, dies kann zu Gynäkomastie (Brustdrüsenwachstum) führen. Das Öl sollte nicht mit Hunden oder Katzen in Berührung gebracht werden, sie können die Inhaltsstoffe nicht abbauen, was zum Tod führen kann.

Chemische Zusammensetzung

Teebaumöl ist aus mehr als 100 verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengesetzt. Es sind bei weitem noch nicht alle erforscht. Die biologisch wichtigsten sind:

  • Terpinen-4-ol (ca. 40%)
  • Alpha-Terpinen (ca. 20%)
  • Terpinolen
  • Terpineol (ca. 3-4%)
  • Pinen
  • Myrcen
  • Phellandren
  • Limonen
  • P-Cymen
  • 1,8-Cineol

Herstellung

Mittels Wasserdampfdestillation, aus 100 kg der Blätter erhält man ca. 1 l reines Teebaumöl, daher ist es ein sehr wertvoller Rohstoff. Die Gewinnung besitzt lange Tradition und unterliegt strengen Regeln. Neben dem gemeinen Melaleuca alternifolia darf auch Melaleuca linariifolia und Melaleuca dissitiflora verwendet werden.

Botanik und Kultivierung

Der Teebaum ist ein immergrüner Baum, der ca. 7-10 m gross wird. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt im australischen Queensland und in New South Wales.

Früher war es bei hohen Gefängnisstrafen verboten die Samen außer Landes zu bringen. Heute wird der Teebaum weltweit unter kontrollierten Bedingungen als Kübelpflanze angebaut. In unseren Breiten ist der Baum aufgrund seines Ursprungs nicht winterhart.